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Nitrat im Wasser Luxemburgs

Das gesamte Land ist als nitratgefährdetes Gebiet eingestuft. Herkunft, gesundheitliche Risiken und Filterlösungen.

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Ganz Luxemburg ist ein gefährdetes Gebiet

Gemäß der europäischen Nitratrichtlinie 91/676/CEE hat das Großherzogtum Luxemburg sein gesamtes Staatsgebiet als nitratgefährdetes Gebiet ausgewiesen. Das bedeutet, dass das gesamte Grundwasser des Landes — die Quellen des aus dem Hahn verteilten Trinkwassers — als potenziell durch Nitrat aus der Landwirtschaft belastet gilt.

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Woher kommt das Nitrat?

Nitrat stammt hauptsächlich aus dem in der Landwirtschaft eingesetzten Stickstoff: mineralische und organische Düngemittel, Gülle, Abwässer aus der Tierhaltung. Es ist wasserlöslich und sickert in die Grundwasserleiter. Eine Konzentration von über 50 mg/L macht das Wasser nach den europäischen Normen untrinkbar.

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Gesundheitliche Risiken

In hoher Dosis kann Nitrat im Körper in Nitrit umgewandelt werden. Bei Säuglingen kann dies zu einer Methämoglobinämie (Blausucht-Syndrom) führen. Bei Erwachsenen haben einige Arbeiten Zusammenhänge mit Krebserkrankungen des Verdauungstrakts untersucht, ohne abschließenden Konsens. Die WHO empfiehlt, die Exposition so weit wie möglich zu begrenzen, insbesondere für Schwangere und Neugeborene.

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Was tun zu Hause?

Eine Umkehrosmose-Anlage unter der Spüle filtert 95–99 % des Nitrats heraus, zusätzlich zu Pestiziden, Schwermetallen und Arzneimittelrückständen. Es ist die wirksamste Lösung für Trink- und Kochwasser. Auf Ebene des gesamten Hauses kombiniert man häufig eine Umkehrosmose-Anlage (am Verbrauchspunkt) und einen Wasserenthärter (am Eingangspunkt), um sowohl Kalk als auch chemische Verunreinigungen zu behandeln.